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Beruhigende Yogastunden gestalten: 5 Fehler, die Entspannung verhindern


Viele Menschen kommen ins Yoga mit dem Wunsch nach Ruhe, Ausgleich und Entspannung. Doch ein weitverbreiteter Irrtum hält sich hartnäckig:


Nicht jede Yogastunde wirkt automatisch entspannend.

Nur weil am Ende ein paar Minuten in Savasana liegen, heißt das noch lange nicht, dass das Nervensystem wirklich herunterfahren konnte. Entscheidend ist vielmehr, wie die gesamte Yogapraxis aufgebaut ist – vom ersten Atemzug bis zur letzten Minute der Stunde.

In diesem Artikel erfährst du,

  • warum manche Yogaklassen eher stressen als entspannen

  • und welche 5 typischen Fehler du vermeiden solltest, wenn du beruhigende Yogastunden anbieten möchtest.



Warum Entspannung im Yoga nicht selbstverständlich ist


Yoga kann regulierend, stärkend und beruhigend wirken – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Doch sehr dynamische Abläufe, zu viele Reize oder leistungsorientierte Sprache aktivieren oft eher den Sympathikus (Stressmodus) statt den Parasympathikus (Entspannungsmodus).


Gerade für Menschen mit viel Alltagsstress ist es deshalb wichtig, dass Yogalehrer*innen bewusst Räume schaffen, in denen Sicherheit, Langsamkeit und Selbstwahrnehmung im Mittelpunkt stehen.



5 Dinge, die eine Yogastunde weniger entspannend machen


1. Zu intensive Yogapraxis


Power Yoga, Ashtanga oder schnelle Vinyasa-Flows können sich zwar energetisierend anfühlen, sind aber nicht immer beruhigend.

Vor allem in Kombination mit lauter Musik wird das Nervensystem oft zusätzlich stimuliert.


👉 Wenn dein Ziel Entspannung ist, setze lieber auf:

  • ruhige Übergänge

  • längere Haltezeiten

  • bewusste Atemführung

  • sanfte Bewegungsabfolgen


2. Dauerndes Reden und viele Anweisungen


Ständige Erklärungen, Korrekturen und Impulse können überfordern.

Entspannung braucht Pausen – auch in der Sprache.


Lass bewusst Stille entstehen.

Auch wenn sie sich anfangs ungewohnt anfühlt: Gerade in diesen Momenten können deine Schüler*innen wirklich bei sich ankommen.


Tipp: Wenn Musik, dann leise und instrumental – ohne Gesang.


3. Zu viele strikte Vorgaben


Starre Ansagen wie „So muss die Haltung aussehen“ nehmen den Teilnehmenden oft die Verbindung zum eigenen Körper.

Besser: Ermutige deine Schüler*innen, selbst zu spüren, was ihnen guttut. Gib mindestens zwei Varianten pro Übung und lade sie ein, eigenverantwortlich zu wählen.

Das stärkt:

  • Körperwahrnehmung

  • Selbstvertrauen

  • innere Ruhe


4. Übermäßige Korrekturen in Asanas


Natürlich ist sichere Ausrichtung wichtig – besonders bei Verletzungsrisiken.Doch ständige Korrekturen können Druck erzeugen und das Gefühl vermitteln, „nicht richtig“ zu sein.

Entspannung entsteht dort, wo Menschen sich angenommen fühlen – nicht bewertet. Manchmal ist weniger Eingreifen mehr.


5. Leistungsorientierte Sprache


Sätze wie „Geh noch weiter“ oder

„Halt durch“ können unbewusst Leistungsdenken und Vergleich auslösen.

Nutze stattdessen eine Sprache, die Weichheit und Selbstmitgefühl fördert, zum Beispiel:

  • „Spüre, wie dein Atem dich unterstützt.“

  • „Lass deinen Körper heute genau so sein, wie er ist.“



Wie du Yogastunden wirklich beruhigend gestaltest


Eine entspannende Yogastunde entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis von bewussten Entscheidungen in:

  • Tempo

  • Wortwahl

  • Musik

  • Didaktik

  • Haltung gegenüber den Teilnehmenden

Wenn wir weniger pushen, weniger kontrollieren und mehr Vertrauen schenken, entsteht ein Raum, in dem das Nervensystem nicht leisten muss – sondern loslassen darf.


Fazit: Beruhigendes Yoga beginnt bei der Haltung der Lehrenden


Entspannung im Yoga ist kein Add-on am Stundenende. Sie ist eine Qualität, die sich durch die gesamte Praxis zieht.

Je mehr wir unseren Unterricht somatisch, achtsam und Trauma sensibel gestalten, desto eher wird Yoga zu dem, was viele suchen: Ein Ort, an dem sie sich sicher fühlen, runterfahren dürfen und wirklich ankommen.



Freue mich wenn du deine Erfahrungen unten in den Kommentaren mit mir teilst. Gerne beantworte ich deine Fragen und bin für deine Anregungen offen.


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Wenn Du Interesse an einer Präsenz oder online Yoga Ausbildung hast, findest du hier mehr Informationen.



Freu mich auf dich.

Alles liebe, deine Lisa.


eine Glückliche Lisa im Lotussitz sitzent in Wien

 
 
 

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